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Automatische Biegezellen

Bedingt durch die seit jeher intensive Einbindung in den Produktionsentwicklungsprozess hat man schon sehr schnell begonnen automatische Anlagen zu liefern, bei denen der weitere Produktionsprozess um die Biegemaschine herum mitkonzipiert, entwickelt und gebaut wurde.

Hier gibt es jeweils ganz unterschiedliche Lösungsansätze, die Vorgehensweise ist aber in den meisten Fällen, identisch, d.h. man beginnt mit der Begutachtung des zu fertigenden Bauteils, der benötigten Stückzahl und der sich daraus ergebenden Taktzeit. Anhand dieser Daten kann dann ein Konzept für die beste Fertigungslösung erarbeitet werden. In Abhängigkeit von den Kundenwünschen werden nun alle einzelnen Planungsschritte in House bei Lang erledigt bis zur Vorlage eines ersten Layoutkonzepts oder die Planung wird zwischen dem Kunden und Lang gesplittet.

Besonders Know-how hat Lang in dem Bereich Biegezellen vor Hydroformpressen, in denen zwischen zwei bis vier Biegemaschinen auf eine Presse zuarbeiten. Hier ist immer eine Magazinierung der geraden Rohre erforderlich. Je nach Konzept kann man mit einem separaten Magazin für jede Biegemaschine arbeiten oder aber zwei Biegemaschinen aus einem Magazin beschicken. Dabei kommen unterschiedliche Varianten zur Magazinierung
zum Einsatz. Teilweise Gurtbandmagazin mit direkt integrierter Schweißnaht- Sucheinrichtung, teilweise Magnetlader mit separater Schweißnaht- Sucheinheit, die einem Schwenktisch vorgelagert wird.

Die Beschickung der Biegemaschinen erfolgt dann mittels Roboter mit Einfach- oder Doppelgreifer bzw. zur entsprechenden Taktzeitoptimierung kann die Beschickung mittels dem Lang 3-Achs-Lader erfolgen und nur die Entnahme des gebogenen Rohres durch einen Roboter.

Nach der Entnahme des gebogenen Rohres können die unterschiedlichsten Station nachgeschaltet werden, u.a. eine Prüflehre, die die Kontur des gebogenen Rohres prüft, wobei das Teil im Falle einer Konturabweichung auf eine Ausschussrutsche ausgeschleust wird.

Alternativ dazu können auch nur Abrufstationen vorhanden sein, mit denen man ein Teil aus dem Prozess ausschleusen kann, das dann zur Qualitätskontrolle auf einer externen Messanlage vermessen wird.

Vor einer Hydroformanlage werden die gebogenen Rohre in der Regel auf eine Pufferstrecke verbracht  teilweise auch auf ein Förderband mit Paletten. Je nach Fertigungsprozess erfolgt danach die Übergabe in einer Vorformpresse oder direkt in die Hydroformpresse.

Wichtiger Bestandteil einer derartigen Biegezelle ist neben den einzelnen Maschinensteuerungen, die miteinander verlinkt werden müssen, eine Anlagen übergreifende Zellensteuerung, mit der die komplette Anlage gesteuert und überwacht werden kann. Bei kleineren Biegezellen mit nur einer Biegemaschine wird diese Funktionalität meist direkt in die Maschinensteuerung integriert.